Fall Jule

"Ich habe an der Frühjahrskampagne 2008 teilgenommen und mein Examen mit der Gesamtnote 12,15 abgeschlossen.

 

Schwierigkeiten:

Meine Hauptschwierigkeiten lagen in der Unsicherheit darüber, ob die von mir gewählte Form der Vorbereitung (ausschließlich Eigenarbeit in einer Lerngruppe, gelegentlicher Besuch des Universitätsrepetitoriums zu ausgewählten Themen, Schreiben von 1-2 Übungsklausuren pro Woche) mir wirklich den gesamten examensrelevanten Stoff vermitteln könnte, und bei der Bearbeitung der Übungsklausuren, die ich oft in nur 3-4 Stunden recht unmotiviert schrieb. Außerdem neigte ich dazu, mir keinerlei ernstzunehmende Pausen zu gönnen während des Lernens, was im Verlauf des Tages regelmäßig zu einem starken Leistungsabfall führte.

 

Desweiteren hatte ich mich für die Aufbereitung des Stoffes auf Karteikarten entschieden. Hiermit war ich schon weit fortgeschritten, als ich Frau Labahn das erste Mal traf. Sie stellte mir eine mir völlig unbekannte Lerntechnik mit Karteikarten vor, die mir sehr gut gefiel.

 

Lösung:

Frau Labahn stärkte in unseren Gesprächen mein Vertrauen in die von mir gewählte Form der Vorbereitung, was im Ergebnis dazu führte, dass ich sie über den gesamten Zeitraum bis zum Examen so durchführte, wie ich es mir anfangs vorgestellt hatte. Durch das gewonnene Selbstvertrauen ließ ich mich nicht weiter verunsichern von anderen Kommilitonen und konnte mich gedanklich ganz dem Stoff widmen, ohne mir regelmäßig und zeitraubend Gedanken darüber zu machen, ob der von mir eingeschlagene Weg wirklich „der Richtige“ sei.

 

Ich übte auch eine stärkere Selbstkontrolle aus, was die Einhaltung vernünftiger Pausenzeiten anging. Dadurch änderte sich die Effektivität meines Lernens deutlich. Der angenehme Nebeneffekt für mich war, dass ich das vorgenommene Pensum im Ergebnis oft zügiger erfüllt hatte und meinen Lerntag dadurch früher und zufriedener beenden konnte, was für meine Disziplin und die Motivation sehr von Vorteil war.

 

Meine Bearbeitungen der Übungsklausuren wurden mit der Zeit immer disziplinierter, so dass ich am Ende zum einen ein sehr gutes Zeitgefühl hatte, das mir auch im Examen von nicht zu unterschätzendem Nutzen war. Zum anderen wurde meine Leistung stetig besser, was mich in meinem Vertrauen bestätigte. Über den gesamten Zeitraum meiner Vorbereitung konnte ich mich von zunächst ca. 5 Punkten Durchschnitt auf allmählich 8,5 Punkte verbessern. Im Examen erreichte ich dann einen Klausurendurchschnitt von 10,14 Punkten."